Produktionsstruktur nach den Kunden ausrichten

2016 war ein erfolgreiches Jahr für das EMS-Unternehmen High Q Electronic. Neben einer Umsatzsteigerung konnten wichtige Neukunden gewonnen werden. „Wir haben in den letzten Jahren verstärkt unsere Kompetenzen, unser Know-how und unseren Qualitätsgedanken in den Markt kommuniziert. Daher war es nur eine Frage der Zeit, bis größere Unternehmen auf uns aufmerksam wurden. Ebenso haben unsere vertrieblichen Aktivitäten zugenommen“, erklärt die Marketingverantwortliche, Julia Hacklinger.

Fertigungshalle während der Umbaumaßnahmen (Quelle: HIgh Q Electronic)

„Durch diese Maßnahmen und den daraus resultierenden Gewinn von Neukunden hat sich schlussendlich unsere Kundenstruktur verändert“, stellt Markus Granzer, einer der beiden Geschäftsführer der High Q Electronic Service GmbH, fest. Neben kleinen- und mittelständischen Kunden konnte High Q im abgelaufenen Geschäftsjahr auch global agierende Großunternehmen und Konzerne als Kunden gewinnen. „Die Zusammenarbeit mit solchen Kunden erfordert allerdings eine andere Fertigungsstruktur“, weiss Granzer.

Auf Grund dessen war ein Umbau der Produktion notwendig. „Wir möchten natürlich unsere kleinen und mittelständischen Kunden weiterhin hervorragend bedienen, denn ihnen verdanken wir den Erfolg der vergangen Jahre. Aber wir wollen auch für große Neukunden attraktiv sein. Daher müssen wir einen Spagat vornehmen: Kleine Stückzahlen mit vielen Produktwechseln auf der einen Seite und große Stückzahlen auf der anderen Seite.  Unser Materialfluss muss auf Grund dessen optimiert werden, denn wir müssen nun auch mehr Produkte in der gleichen Zeit in gleichbleibender Qualität  fertigen“, bestätigt Granzer.

Deshalb wurde die gesamte SMT-Fertigung, inklusive der Lötprozesse neu strukturiert und aufgebaut. Da Produktwechsel immer noch häufig vorgenommen werden, wurde an der Standalone-Fertigung weiter festgehalten. Die Geschäftsleitung der High Q GmbH geht auf Grund der Neuausrichtung der Produktion von einer signifikanten Zeitersparnis aus. Des Weiteren wurde auch in neue Hardware investiert. Für einen optimierten Materialfluss wurde in ein weiteres Lagersystem und in weitere Feeder für die Bestückungsautomaten investiert. Des Weiteren wurden die Handarbeitsplätze mit Mikroskopen ausgestattet, um eine sofortige Qualitätskontrolle an jedem Arbeitsplatz zu ermöglichen. „Wir sind uns sicher, dass wir auf Grund dieser Maßnahmen und trotz eines veränderten Kundenstammes, alle unsere Kunden weiter optimal bedienen können“, freut sich Granzer.

highq-electronic.de