Südafrikanischer EMS-Provider erweitert Kapazität mit ASM-Lösungen

Der südafrikanische EMS-Anbieter Jemstech erweitert seine SMT-Kapazitäten mit zwei Bestückautomaten SIPLACE SX2 in einer eigenen Linie für die High-Mix-Fertigung. Das Ergebnis: Höchste Leistung, gesteigerte Qualität und rasche Produktwechsel. Während eine der beiden Maschinen mit zwei Bestückköpfen SIPLACE SpeedStar auf hohe Bestückleistung getrimmt ist, sorgen in der zweiten ein SIPLACE MultiStar und ein SIPLACE TwinStar für die Flexibilität und Kapazität, um größere Bauteile und OSC mit höchster Präzision zu bestücken. In den ersten sieben Monaten des Betriebs verarbeitete die neue ASM Linie bereits mehr als 30 Millionen Bauteile und steigerte den First Pass Yield auf über 99 Prozent.

„Jemstech wächst seit vielen Jahren kontinuierlich. Neue Kunden, neue Produkte und auch wachsender Termindruck durch viele neue Aufträge erforderten es, in deutlich mehr Power und Funktionsvielfalt zu investieren“, erklärt Jemstech Technical Director Jacques Klopper. „Mit ASM verbindet Jemstech seit Jahren eine sehr enge Beziehung, da wir bereits in zwei unserer Linien auf die Schablonendrucker DEK Horizon8 setzen, die uns hinsichtlich Leistung und Qualität niemals enttäuscht haben – beides sind für Jemstech entscheidende Faktoren für die Auswahl neuer Systeme.“

Firmensitz Jemstech in Centurion

Das südafrikanische Unternehmen wurde 2005 gegründet und hat heute seinen Sitz in Centurion, zentral gelegen zwischen Johannesburg und Pretoria. Als Anbieter maßgeschneiderter elektronischer Fertigungsdienstleistungen arbeitet Jemstech nun seit mehr als 15 Jahren für OEMs, die hohe Anforderungen an Qualität und Termintreue stellen. Mehr als 50 Mitarbeiter arbeiten und produzieren dabei auf einer Gesamtfläche von rund 4.500 Quadratmetern für Kunden aus Sektoren wie Industrielle Elektronik, Telekommunikation, Luftfahrt oder Verteidigung. Die Fertigung erfolgt dabei nach den Anforderungen aus IPC Class II und IPC Class III und ist zertifiziert nach den Standards IPC-J-STD-001, IPC-A-600, IPC-A-610 sowie IPC-J-7711/7721. Neben den klassischen Leistungen bietet Jemstech Kunden ein breites Spektrum an Value Added Services, beispielsweise Kitting, New Product Introduction (NPI), Supply-Chain-Management, Einkauf, Inventarkontrolle oder Materialbedarfsplanung (MRP).

Gründliche Entscheidungsfindung – ASM überzeugt auf ganzer Linie

Für die Entscheidungsfindung ließ sich Jemstech Zeit: Gut ein Jahr lang wurden Messen in Singapur, Indien oder auch Deutschland besucht und die Maschinen internationaler Anbieter in aufwendigen Benchmarks verglichen. „Schon früh waren wir durch die Roadmap von ASM tief beeindruckt. Das umfangreiche, auf das Ziel der Integrated Smart Factory ausgerichtete Angebot an Lösungen überzeugte. Doch Entscheidungen über solche Investitionen können nicht auf Basis von Prospekten getroffen werden“, berichtet Jacques Klopper. „Gespräche im Center of Competence Singapur 2019 führten dann zu unserer Entscheidung für Systeme von ASM. Die umfangreichen Vorführungen der SIPLACE SX2 bestätigten, was wir vorher erfahren hatten: Das Highspeed-Placement und seine Präzision, das Hightech-Visionsystem zur Kontrolle der Bauteile, die schnellen Produktwechsel oder auch die unkomplizierte Offline-Programmierung überzeugten uns vollständig.“

Ein großes Hindernis

Jemstech hatte seine Entscheidung getroffen, die Verträge waren abgeschlossen und die Maschinen standen bereit – dann stürzte die Welt in die Corona-Krise. Die bange Frage: Kann das Projekt überhaupt erfolgreich durchgeführt werden, wenn aufgrund der Reisebeschränkungen die Unterstützung durch die ASM Experten bei der Aufstellung und Inbetriebnahme wegfällt?

„Hier zeigte sich, dass wir mit ASM auf den richtigen Partner gesetzt hatten. Das Einbinden des ASM Vertriebspartners Priben aus Johannesburg mit seiner herausragenden Expertise zu ASM Systemen überwand das Hindernis. Priben hatte uns schon im Vorfeld exzellent betreut und mit uns beispielsweise Produktionsstätten mit existierenden ASM Installationen besucht“, freut sich Jacques Klopper noch im Nachhinein. Da kein ASM Servicetechniker anreisen konnte, übernahm Priben die gesamte Installation der Hardware bei Jemstech. Danach wurden die Systeme über ASM Remote Smart Factory an das weltweite ASM Servicenetzwerk angebunden. Die ASM Spezialisten konnten auf die Jemstech-Systeme zugreifen und alle Installations- und Setupschritte ausführen. „Das Zusammenspiel von ASM und Priben war beeindruckend – beide Seiten haben hier hervorragende Arbeit geleistet und das Projekt termingerecht und ohne Einschränkungen erfolgreich zum Abschluss gebracht“, lobt Jacques Klopper.

Neue Möglichkeiten für Jemstech

Die beiden neuen SIPLACE-Systeme haben bereits mehr als 30 Millionen Komponenten verarbeitetet

Die beiden SIPLACE SX2 Bestückautomaten eröffnen Jemstech neue Möglichkeiten in der SMT-Fertigung: Die zwei SIPLACE SpeedStar Bestückköpfe in der ersten Maschine bieten Bestückleistungen von bis zu 86.500 Bauelemente pro Stunde. Das Spektrum reicht von kleinsten 0201m-Elementen bis hin zu Bauteilgrößen von 8,2 x 8,2 Millimetern. In der zweiten SIPLACE SX2 wechselt der SIPLACE MultiStar softwaregesteuert und bedarfsgerecht zwischen den drei verschiedenen Bestückmodi Collect&Place, Pick&Place und Mixed-Modus. Mit dem SIPLACE TwinStar als zweitem Bestückkopf verarbeitet Jemstech große Bauteile und OSC bis zu einer Größe von 200 x 125 Millimetern bei einer Höhe von bis zu 50 Millimeter – und das mit beeindruckender Präzision.

„Wir produzieren in einer für uns bislang nicht erreichbaren Geschwindigkeit und Qualität – mehr als 30 Millionen bestückte Bauteile sprechen für sich. Das Hochleistungs-Visionsystem der SIPLACE SX erlaubt die präzise Überprüfung von Bauteilen und Bestückprozessen, was besonders wichtig für die Qualitätssicherung an kleinsten 0201-Bauteilen ist, die wir in großem Umfang verbauen“, so Jacques Klopper. „Als EMS-Provider fertigen wir einen hohen Mix unterschiedlicher Produkte. Die unkomplizierten und schnellen Produktwechsel, die mit den neuen Maschinen möglich sind, beseitigen viele unserer bisherigen Engpässe mit Bravour.“

ASM Lösungen machen Jemstech produktiver und effizienter

„Die Smart Factory Suite ASM Works ist ein weiterer Gewinn für uns und erhöht unsere Effizienz noch weiter“, erklärt Jacques Klopper. „Die Software-Infrastrukturlösung bietet uns nicht nur weitreichende Möglichkeiten der Integration, darüber hinaus erhalten wir auch umfassende Möglichkeiten des Reportings, beispielsweise für Einkauf oder Produktion. Diese Transparenz löst einige der Probleme mit Shortages, die wir früher hatten. Familienrüstungen sind durch die weitreichenden Programmiermöglichkeiten nun deutlich einfacher für uns. In Verbindung mit ASM Line Monitor erreichen wir dazu nun auch lückenlose und transparente Nachverfolgbarkeit und erfüllen damit die Anforderungen aus unserem Qualitätsmanagementsystem nach ISO 9001.

Ein Blick in die Zukunft

Einsatz unterschiedlichster Feeder-Lösungen, auch mit Sonderkonstruktionen (Bilder: ASM)

Bei der Aufstellung seiner Systeme konnte sich Jemstech von den Vorteilen der Fernwartungslösung ASM Remote Smart Factory überzeugen. Auch deshalb erwägen die Verantwortlichen, das System fest einzuführen. „Ebenso überzeugen die Möglichkeiten für THT-Komponenten. Die Clinching-Option der SIPLACE SX und das umfangreiche OSC-Package könnten ein Thema werden“, meint Jacques Klopper. Zu den Visionen im Zeitrahmen von mehr als fünf Jahren stehe die Druckprozessverbesserung mit ASM ProcessExpert, dem weltweit ersten selbstlernenden SPI-Inline-Expertensystem, ebenso im Raum wie die Lageroptimierung mit dem automatisierten und MSD-fähigen ASM Material Tower und eine weitgehende, roboterbasierte Automatisierung der Materialversorgung mit autonomen intelligenten Transportsystemen (AIV).

„Für Jemstech war die Einführung der beiden neuen Bestücklösungen ein voller Erfolg und wir sind rundum glücklich und zufrieden mit unserer neuen Anlage“, bringt es Jacques Klopper auf den Punkt und resümiert weiter: „ASM und sein Partner Priben hier vor Ort haben das Projekt trotz aller Corona bedingten Schwierigkeiten zum erfolgreichen Abschluss gebracht. Jemstech profitiert heute von erheblich gesteigertem Output, neuen Möglichkeiten für die High-Mix-Fertigung sowie einem ganz neuen Qualitätsniveau. Unsere ASM Systeme tragen so wesentlich dazu bei, unsere Wettbewerbsfähigkeit zu sichern und auszubauen. Das breite Optionen-Portfolio und die ASM Lösungen für die Integrated Smart Factory bieten uns darüber hinaus eine hohe Investitionssicherheit. Wir können die Systeme Schritt für Schritt ganz nach Bedarf erweitern und künftigen Anforderungen anpassen.“

 

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