beflex electronic im Dialog mit Hamburgs Wirtschaftsförderung

Mit der Entscheidung des EMS-Dienstleisters beflex electronic GmbH, den Standort Hamburg für den norddeutschen Wirtschaftsraum für eine weitere Niederlassung zu wählen, kam es Ende August 2020 zu einem Sondierungsgespräch mit der HIW, der Hamburg Invest Wirtschaftsförderung GmbH. Ziel des Gespräches mit der dem Senat zugeordneten Beratungsgesellschaft, die sich als standorttreibende Kraft für zukunftsorientierte Unternehmen versteht: die Sondierung von Netzwerk-betonten Verbindungen, um gemeinsam Synergien mit anderen Unternehmen im Hamburger Wirtschaftsraum auszuloten.

Abstand eingehalten (Bild: beflex)

Die Ansiedlung der beflex electronic im Norden habe seine besondere Bewandtnis, betonte der Geschäftsführer Jens Arnold zu Beginn des Dialogs: „Wir setzen bewusst auf qualitativ äußerst hochwertige Fertigung der Hightech-Elektronik. Sie ist insbesondere im Premiumsegment der Industrieelektronik, der Medizintechnik und im Bereich von Luft- und Raumfahrt unabdinglich.“ Gerade hier, so Arnold weiter, sähe er das Unternehmen mit der Spezialisierung auf das Prototyping zur begleitenden Baugruppenentwicklung und –fertigung gut am Start:

„Die Erfahrung hat gezeigt, dass wir uns im Großwirtschaftsraum Hamburg mit einer kundeneffizienten Schlüsselleistung des Electronic Manufacturing Service profilieren können. Anders als klassische EMS-Prototyping-Dienstleister, die sich rein über die Einzelfertigung definieren, gehen wir weiter. Wir denken von Anbeginn der Projektbetreuung an die nachgelagerte Fertigung in Kleinstserien. Die vorgenannten Branchen tun sich in der Regel schwer, nach dem Prototyping dann einen in Serie fertigenden EMS-Dienstleister unter engen Time-to-Market-Bedingungen mit der ersten Kleinserie zu betrauen.“

Auch die damit einhergehenden noch geringen Stückzahlen, meist zwischen 500 und 1.000 Exemplaren, böten nach Aussagen Arnolds anderen EMS-Unternehmen wenig Anreiz, sich dafür ins Zeug zu legen. Er betonte, dass die Fertigung in Hamburg maßgeschneidert für beides ausgelegt sein wird, unter einem Dach. So beabsichtigt man Prototypen auf speziellen Stand-Alone-Maschinen zu fertigen. Die Kleinserie hingegen wird auf einer durchgängigen Linie auf Premiumniveau ihren Dienst versehen, was sogar zu Reinraum-Bedingungen möglich sein wird. Das schaffe nicht nur pekuniäre Vorteile für den Kunden, sondern auch zeitlich kostbare Einsparungen auf dem Weg zum Markteinstieg.

Christoph Kober, Bereichsleiter Key Account Management bei der HIW und Gastgeber zum Dialog, betonte die Bedeutung der Ansiedlung von Hightech-Dienstleistern in der Elektronik für die Elbmetropole: „Hamburg, als traditionell durch den Hafen begründeter Umschlagplatz, positioniert sich zunehmend als Standort innovationsstarker Unternehmen. Insbesondere solche mit technologisch ausgerichteten Themenfeldern wie Aviation, Life Science oder der 3-D-Druck benötigen ortsnah ansässige Elektronik-Fertiger.“ Die beflex electronic sei, so Kober weiter, sozusagen ein Paradebeispiel, „ein wichtiges Puzzleteil“ des innovativen Gesamtgefüges, das die Stadt mit ihrem hohen Entwicklungspotenzial kennzeichne.

bebro.de

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