Deutsche und französische Elektroindustrie fordern Investitionen in die Zukunft

Die Fachverbände FIEEC und ZVEI bewerten die Vorschläge der EU-Kommission für ein EU Recovery Package positiv. Eine nachhaltige Industriestrategie sei jetzt entscheidend, um schnell wieder Tritt zu fassen und zurück zu wirtschaftlicher Stärke zu finden. Die beiden Verbände der französischen und deutschen Elektroindustrie fordern allerdings, dass der Plan schnell umgesetzt wird.

(Bild: Stock Photo)

Im Fokus sollten dabei mutige Investitionen in Zukunftstechnologien stehen. „Der Green Deal ist hierfür ein richtiger Ansatz“, sagt Wolfgang Weber, Vorsitzender der ZVEI-Geschäftsführung. „Es bestehen hohe Investitionsbedarfe in allen klimarelevanten Sektoren, insbesondere jedoch in der Mobilität und im Gebäude.“ Industriepolitisch hat der Green Deal auch als zukünftige Exportstrategie für Europa ein hohes Potenzial – grüne Technologie „made in Europe“ – und kann so auch außerhalb Europas zum Vorbild für eine nachhaltige Wirtschaft werden.

Des Weiteren müssen die Digitalisierung und der Aufbau eines europäischen digitalen Binnenmarkts forciert vorangetrieben werden, um eine starke und wettbewerbsfähige europäische Datenwirtschaft zu schaffen. Gerade die Elektroindustrie könne hier ökosystem-übergreifend unterstützen – unter anderem bei der Glasfasertechnik, der Nutzung der 5G-Technologie besonders für die industrielle Produktion sowie beim Ausbau der Elektromobilitäts-Infrastruktur und der europäischen Stromnetze.

Strategische Wertschöpfungsketten bleiben Schlüsselinstrumente, um die Entwicklung unserer Industrien in Europa zu begleiten. Die Marktüberwachung sollte verstärkt werden, um nicht konforme und gefälschte Produkte zu bekämpfen und so die Sicherheit der Verbraucher und gleiche Wettbewerbsbedingungen für alle Akteure zu gewährleisten.

Benoît Lavigne, FIEEC-Generaldelegierter: „Die aktuelle Zeit, weit davon entfernt, die Entschlossenheit unserer Unternehmen zu erschüttern, bestärkt uns in unserer Überzeugung, dass die tiefgreifenden gesellschaftlichen Veränderungen – mobiles Arbeiten, die Umgestaltung von Produktionsmitteln und Gebäuden, Altenpflege – begleitet werden müssen. Die vergangenen Monate haben gezeigt, dass wir – mit der starken Zusammenarbeit und Unterstützung der europäischen Institutionen – den Aufbau robuster digitaler und energetischer Infrastrukturen beschleunigen müssen, um das Leben der Bürger, Unternehmen und Verwaltungen zu verbessern.“

Wolfgang Weber: „Nur wenn die grüne und digitale Transformation erfolgreich zusammengeführt werden, können wir Europa für die Zukunft als attraktiven Innovationsstandort sichern und nachhaltiges Wachstum schaffen.“

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