Gute Prognosen für europäischen EMS-Markt

Nach dem Rückgang im Jahr 2014 erwartet die europäische EMS-Industrie in diesem Jahr einen Umsatz von 27,4 Milliarden Euro.

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Zahlen zur Umsatz-Entwicklung des europäischen EMS-Marktes (Quelle: Reed Electronics Research)

Nach 2015 bedeutet das das zweite Jahr in Folge mit Wachstum. Laut Marktforschungsinstitut Reed Electronics Research (RER) sollen 2020 bereits EUR 30 Milliarden erreicht werden. Allerdings gibt es in Europe regionale Unterschiede.

Für Westeuropa werden die EMS-Umsatzerlöse im Jahr 2020 auf rund EUR 11,7 Milliarden geschätzt. Im Jahr 2015 wurde ein Umsatz von EUR 10,8 Milliarden verbucht. Der Marktfokus lag bei den Untersuchungen auf den Bereichen Aerospace, Defense, Automotive, Medical, Control & Instrumentation, Industrial und Telekommunikation (ADAMCIT).

Wie RER berichtet, bedeuten Preisdruck – neben Kostensenkungen durch den Produktionstransfer an Fertigungsstätten und Mittel- und Osteuropa sowie dem Mittleren Osten/Nordafrika (CEE und MENA) – und die steigende Nachfrage von OEMs nach einer regionalen Produktion in wichtigen globalen Märkten, ein gedämpftes Wachstum für die Region bis 2020.

Bis 2020 wird sich die Region CEE/MENA weiterhin auf hochvolumige Produktion in den Segmenten Consumer, Computing und Communication konzentrieren. Hier wird die Produktion von den Global Top Tier Unternehmen dominiert. 2015 vereinten die Top3 Player – Foxconn, Flex und Jabil Circuit – rund 70 Prozent des Umsatzes in dieser Region auf sich.

Unter der Annahme, dass die führenden EMS-Unternehmen auch weiterhin eine bedeutende Fertigungspräsenz in der Region halten, werden die Umsätze bis 2020 einen geschätzten Wert von 18,3 Milliarden Euro erreichen. Für 2015 liegt der Wert bei 16,6 Milliarden €.

Knapp 77 Prozent, also ca. EUR 21,0 Milliarden, des Gesamtumsatzes des europäischen EMS-Marktes wurden von den führenden 50 Unternehmen erwirtschaftet. Eine weitere Konsolidierung in der Branche wird erwartet.

Laiut RER haben die jüngsten Akquisitionen eine Reihe größerer EMS-Unternehmen in Europa haben entstehen lassen. Diese haben sowohl Produktionsanlagen in der Region CEE/MENA als auch in Nordamerika. Prinzipiell dominieren internationale Unternehmen die jeweiligen Regional- bzw. Landesmärkte.

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