Mikroelektronik-Cluster für Österreich

Das österreichische Infrastrukturministerium und die Bundesländer Land Kärnten und Steiermark haben den Startschuss für den ersten überregionalen Mikroelektronik-Cluster gegeben.
Mit dem „Silicon Alps Cluster“ sollen Synergien besser genutzt und die internationale Wettbewerbsfähigkeit erhöht werden. Das Infrastrukturministerium und die Bundesländer übernehmen dabei eine Initialfinanzierung in Höhe von jeweils 750.000 Euro, verteilt auf drei Jahre.

Mikroelektronik-Cluster_AUT

v.l.n.r.: Josef Ortner, CEO Ortner Group Villach; Gaby Schaunig , Landeshauptmann-Stellvertreterin Kärnten; Jörg Leichtfried, Infrastrukturminister; Christian Buchmann, Wirtschaftslandesrat Steiermark; Andreas Gerstenmayer, CEO AT&S Leoben (Quelle: Land Kärnten)

„Mikroelektronik wird in Zukunft eine immer größere Rolle spielen. Jedes Auto wird wie ein Computer arbeiten. Österreichische Unternehmen müssen bei dieser Entwicklung vorne mit dabei sein. Darum bündeln wir die Kräfte im Silicon Alps Cluster und geben 750.000 Euro Starthilfe. Wir stärken die Standorte Steiermark und Kärnten, fördern die heimische Industrie und sichern Arbeitsplätze im Land“, erklärt Infrastrukturminister Jörg Leichtfried bei der gemeinsamen Präsentation des Clusters mit Landeshauptmann-Stellvertreterin Gaby Schaunig, Landesrat Christian Buchmann und Vertretern der beteiligten Industrie, Andreas Gerstenmayer, CEO bei AT&S, und Josef Ortner, CEO und Eigentümer der Ortner Group.

„Um das für die Zukunft des Wirtschaftsstandorts Österreich wichtige Thema Digitalisierung an wesentlicher Stelle zu besetzen und am globalen Markt zu bestehen, müssen wir unsere Kräfte bündeln. Der Mikroelektronik Cluster Steiermark-Kärnten liefert daher wichtige Impulse für die Region Südösterreich zur Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit, Steigerung der Attraktivität des Standorts insbesondere für nationale und internationale Talente sowie Stärkung der Universitäten und Forschungseinrichtungen“, erklärt Andreas Gerstenmayer, CEO des Hightech-Unternehmens AT&S.

Elektronik und Mikroelektronik sind Schlüsseltechnologien für zahlreiche neue Entwicklungen wie etwa Digitalisierung, Automatisierung und Industrie 4.0 und bilden die Grundlage für neue Produktions- und Fertigungsarten. In Österreich arbeiten rund 65’000 Beschäftigte in knapp 200 Unternehmen in der Elektronik-Sparte. Kärnten und die Steiermark sind dabei zwei wichtige Standorte.

Der Silicon Alps Cluster ist eine GesmbH mit Sitz in Villach an der, neben den Bundesländern Kärnten und Steiermark, Partner aus der Industrie (Infineon, LAM, Flextronics, Ortner Group, AT&S, AVL, NXP und EPCOS) sowie die Industriellenvereinigungen der beiden Länder beteiligt sind. Weitere öffentliche Partner sind der Kärntner Wirtschaftsförderungsfonds (KWF) und die Steirische Wirtschaftsförderungsgesellschaft (SFG), die sich – wie auch die Industriellenvereinigungen – nach der Etablierung des Clusters zurückziehen.

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