Siemens erwirbt Funktionssicherheits-Technologie für ICs

Siemens hat eine Übernahmevereinbarung mit Austemper Design Systems Inc. unterzeichnet. Das Software-Startup aus Austin im US-Bundesstaat Texas ist ein Technologieunternehmen in den Bereichen Analyse, Autokorrektur und Simulation. Mit dieser Technologie können Kunden die funktionale Sicherheit von IC-Designs testen und erhärten – eine wesentliche Voraussetzung für zahlreiche Anwendungen in der Automobilbranche, Luft- und Raumfahrttechnik, und weiteren industriellen Anwendungen, wo Funktionssicherheit und höchste Zuverlässigkeit unerlässlich sind, um die strengen Auflagen von Sicherheitsstandards wie etwa ISO 26262 zu erfüllen.

Siemens kauft US-Technologie-Startup (Quelle: Reuters)

Die Funktionssicherheit integrierter Schaltkreise, die in diesen Anwendungsbereichen eingesetzt werden, muss auf drei unterschiedliche Weisen verifiziert werden: Erkennung systemischer Fehler, bösartiger Fehler sowie zufällig auftretender Hardware-Fehler. Die Questa™ Software von Mentor ist eine führende Technologie zur Verifikation systemischer Fehler und bietet zudem Verifikationslösungen für bösartiger Fehler an, welche die IC-Sicherheit beeinträchtigen. Die Softwaretechnologie von Austemper ergänzt die Verifikationsplattform von Mentor durch fortschrittliche Technologien für Sicherheitsanalysen, Autokorrekturen sowie Fehlersimulation zur Erkennung zufällig auftretender Hardware-Fehler. Sie ergänzt somit nahtlos die marktführende Produkt-Suite Tessent™ für hochmoderne Funktionssicherheitstechnik sowie die Veloce™ Plattform von Mentor, um Kunden in Zukunft das umfassendste Portfolio zu bieten, das in diesem Bereich jemals am Markt verfügbar war.

Designteams führender Halbleiter- und IP-Unternehmen nutzen die innovative Technologie von Austemper zur Analyse der RTL-Code-Versionen (Register Transfer Level) ihrer Designs, um Fehler bzw. Schwachstellen sicher zu ermitteln. Diese Technologie ist in der Lage, verwundbare Stellen automatisch zu korrigieren und sicher zu machen. Die anschließende Fehlersimulation stellt sicher, dass das Design den erforderlichen Reifegrad erreicht hat und nicht mehr fehleranfällig ist. Ein wichtiger Pluspunkt: Die Technologie von Austemper führt Simulationen in extrem kurzer Zeit durch im Vergleich zu anderen Lösungen, die aktuell am Markt verfügbar sind.

Ganz im Sinne seiner Digitalisierungsstrategie wird Siemens die Technologie von Austemper in das IC-Verifikationsportfolio von Mentor integrieren – und die internationalen Vertriebskanäle von Siemens nutzen, um diese weltweit führende funktionale Sicherheitslösung allen Kunden zur Verfügung zu stellen, die digitale Zwillinge sicherheitskritischer Systeme entwickeln, wie beispielsweise autonome Fahrzeuge, Smart Cities und Industrieausrüstung für Factory 4.0.

„Durch diese Übernahme können wir unsere Kunden noch kompetenter dabei unterstützen, innovative Produkte für autonomes Fahren, intelligente Fabriken und Smart Cities in kürzester Zeit auf den Markt zu bringen“, betonte Tony Hemmelgarn, President und CEO von Siemens PLM Software. „In all diesen Märkten sind unsere Kunden gezwungen, Innovationen schneller zur Marktreife zu bringen, wobei jedoch bei diesen Systemen höchste Sicherheitsstandards eingehalten werden müssen. Mit der Technologie von Austemper als wertvolle Ergänzung des IC-Portfolios von Mentor – in Kombination mit unserem Teamcenter-Portfolio und der Polarion ALM-Software – bieten wir unseren Kunden alles, was sie brauchen, um digitale Zwillinge ihrer Systeme so zu entwickeln und zu testen, dass strikte Anforderungen an deren funktionale Sicherheit bereits erfüllt werden, bevor die Systeme produziert und eingesetzt werden.“

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