ZVEI: Elektroindustrie mit gelungenem Start

Die deutsche Elektroindustrie ist mit einem Auftragsplus in das neue Jahr gestartet. Die Bestellungen der 847.000 Inlandsbeschäftigte zählenden Branche lagen im Januar 2017 um 7,0 Prozent über denen des entsprechenden Vorjahresmonats, der allerdings auch zwei Arbeitstage weniger hatte. Diese Informationen gab der ZVEI bekannt.

Auftragseingang Januar 2016 bis Januar 2017 (Quelle: ZVEI)

Die Inlandsaufträge stiegen um 7,1 Prozent gegenüber Vorjahr, die Aufträge aus dem Ausland um 6,9 Prozent. „Während die Kunden aus der Eurozone ihre Bestellungen im Januar um satte 14,5 Prozent erhöhten, fiel der Zuwachs bei den Orders aus Drittländern mit plus 2,7 Prozent moderater aus“, sagte ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann.

Die um Preiseffekte bereinigte Produktion der deutschen Elektrounternehmen hat ihren Vorjahreswert im Januar 2017 gleich um 14,8 Prozent übertroffen. Für das vergangene Jahr 2016 wurde das reale Produktionswachstum der Branche auf plus 1,2 Prozent (von zuvor plus 1,0 Prozent) nach oben revidiert.

Die Produktionspläne der heimischen Elektrounternehmen sind im Februar dieses Jahres auf den höchsten Stand seit fast zwei Jahren angestiegen. „Gegenüber Januar hat sich der Saldo aus Antworten mit expansiven und kontraktiven Plänen lvon 14 auf 30 Prozentpunkte mehr als verdoppelt“, so Dr. Gontermann. Für 2017 insgesamt erwartet der ZVEI einen realen Produktionszuwachs in der heimischen Elektrobranche von 1,5 Prozent.

Mit 14,5 Milliarden Euro wuchs der Umsatz der deutschen Elektroindustrie im Januar 2017 um 13,9 Prozent gegenüber Vorjahr. Der Inlandsumsatz zog um 12,0 Prozent auf 7,0 Milliarden Euro an und der Auslandsumsatz um 15,3 Prozent auf 7,5 Milliarden Euro. Die Geschäfte mit Kunden aus dem Euroraum brachten eine Erlössteigerung um 15,7 Prozent auf 2,8 Milliarden Euro, und der Umsatz mit Drittländern erhöhte sich um 15,1 Prozent auf 4,7 Milliarden Euro.

Im Jahr 2016 hatten sich die aggregierten Branchenerlöse auf 178,6 Milliarden Euro belaufen, womit sie den 2015er Wert nur um 400 Millionen Euro bzw. 0,2 Prozent übertroffen hatten. Für dieses Jahr werden laut ZVEI-Prognose 182 Milliarden Euro angepeilt.

„Aller globalen wirtschaftlichen und politischen Unsicherheit zum Trotz ist das Geschäftsklima in der deutschen Elektroindustrie auch im Februar merklich gestiegen“, sagte Dr. Gontermann. „Seit nunmehr sechs Monaten tendiert es aufwärts.“ Sowohl die Bewertung der aktuellen Lage als auch die allgemeinen Geschäftserwartungen verbesserten sich im Februar deutlich.

zvei.de

 

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