Anatomische Hand für das intelligente Werkzeug Panda

Mit der „SoftHand“ stellt German Robotics die erste anatomisch geformte Hand für kollaborierende Roboter (Cobots) vor. Mit ihren 19 selbstheilenden Fingergelenken, die auch das Auskugeln problemlos überstehen, ersetzt sie zahlreiche Einzelgreifer und ist damit für komplexe Handlingaufgaben prädestiniert.

Die Forschungsvariante der SoftHand bietet offene Schnittstellen einschließlich Matlab. Die industrielle Ausführung hingegen besticht durch Schutzart IP65 sowie einfach wechselbare Handschuhe.

Nicht zu weich und nicht zu hart: Der Händedruck des Pandas ist nicht nur einstellbar, sondern vor allem sehr gefühlvoll (Quelle: German Robotics)

Die Ausführung der SoftHand für die Forschung ist vor allem für Bildungseinrichtungen, Forschungs- und Testinstitute oder auch Hochschulen gedacht. Sie ist in unterschiedlichen Farben verfügbar und ist mit einem steifen Handgelenk ausgestattet. Zahlreiche Software-Schnittstellen, einschließlich Matlab-Simulink und einem C-Hochsprache-Interface stehen zur Verfügung und vereinfachen die Integration in Prüfprogramme.

Die industrietaugliche Variante bietet flexible Einsatzmöglichkeiten, die lästige Greiferwechsel ersparen: Zwischen Daumen und einem Finger hält die SoftHand zuverlässig Objekte mit bis zu 600 g Gewicht fest. Kann die ganze Hand eingesetzt werden, steigt das maximale Greifgewicht auf 2 kg. Das Handgelenk ist drehbar; die Handschuhe lassen sich einfach auswechseln. Schutzart IP65 macht den Einsatz in feuchten, staubigen oder sonstigen für den Menschen unangenehmen Umgebungen möglich. Die SoftHand erfüllt zahlreiche normative Vorgaben, vor allem hinsichtlich Risikobeurteilung sowie Leistungs- und Kraftbegrenzung.

Besonders für hochsensitive Roboter, wie dem Panda von Franka Emika, der in allen sieben Gelenken über Kraftsensoren verfügt, ist die SoftHand nach Herstellerangaben eine kongeniale Ergänzung. Mit ihrer anatomischen Formgebung und den 19 Fingergelenken kann die SoftHand als Greifer für Teile mit komplexen Geometrien ebenso eingesetzt werden, wie für das „Hineinwackeln“ elektromechanischer oder großer elektronischer Bauteile in der Elektronikfertigung.

german-robotics.com

 

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