LED-Standalone-Controller in Serienproduktion

Inova Semiconductors bietet seinen LED Treiber & Controller-Chip nicht nur integriert in smarte ISELED-LED-Module, sondern auch als Standalone-Treiberchip an. Der Standalone-ISELED-Treiber ist mittlerweile in Serienfertigung und mit AEC-Q100-Qualifizierung erhältlich.

(Qurelle: Inova Semicon)

Mit dem INLC10AQ (ursprünglich eingeführt als INLC100Q16) lassen sich kundenspezifische LED-Ketten aufbauen, die über einen bidirektionalen differenziellen Zweidraht-Bus angesteuert werden können. Damit können bis zu 4079 LED Treiber & Controller in einem einzigen Array mittels Daisy-Chain zusammengeschaltet werden. Darüber hinaus sind smarte LED-Module, die sowohl Treiber & Controller und RGB-LEDs in einem einzigen Gehäuse integrieren, von verschiedenen Herstellern ebenfalls in Volumen-Stückzahlen und mit Qualifizierung für die Automobilindustrie erhältlich. Sowohl die integrierten smarten LED-Module als auch die Standalone-Lösung ermöglichen innovative Produkte in den Bereichen Umgebungs-, Dach- und Funktionsbeleuchtungen sowie Display-Hintergrundbeleuchtungen.

Der Inova INLC10AQ ist flexibel und die Programmierung intuitiv sowie einfach. Dabei bietet er Funktionen wie Farb-/Helligkeitssteuerung und ein Abdimmen der Beleuchtung. Er unterstützt die Kalibrierung der Helligkeit einer LED und eine Farbtemperaturkompensation roter LEDs über die dominierende Wellenlänge. Der integrierte, einmalig programmierbare (OTP) Speicher speichert die Kalibrier- und Kompensationsdatenwerte, so dass ein LED-Binning entfällt. Bei der Entwicklung des Treiber & Controller-Chips wurde besonderer Wert auf einfaches, effizientes Design gelegt. So wurde der Oszillator bereits integriert, wodurch keine zusätzlichen externen Komponenten erforderlich sind. Der Chip benötigt nur eine einzige Versorgungsspannung und enthält zudem einen eingebauten LDO (linearen Spannungsregler), einen Temperatursensor und umfassende Diagnosefunktionen.

LED-Ketten können per Daisy-Chain-Verbindung mehrerer INLC10AQ-Bausteine oder anderer ISELED-Produkte über einen differentiellen bidirektionalen seriellen Bus mit 2 Mbit/s und CRC (Cyclic Redundancy Check) aufgebaut werden. Der Chip enthält drei unabhängige Konstant-Stromsenken, die jeweils über PWM (488 Hz, 12 Bit) angesteuert werden. In einer LED-Kette ist jeder Baustein einzeln über den seriellen Bus mit proprietärem Busprotokoll adressierbar.

Bei der Daisy-Chain-Implementierung von INLC10AQ-Chips ist die Datenübertragung zwischen dem Mikrocontroller und dem erstem Bauelement asymmetrisch. Der INLC10AQ kann auch als Konverter in der Nähe des Mikrocontrollers verwendet werden. Der Baustein wandelt dann das asymmetrische Signal in ein Differenzsignal um und stellt die Verbindung mit der ersten LED in der Kette her. Als Konverter kann er auch mit anderen authentifizierten ISELED-Produkten kombiniert werden, die den INLC10AQ-Controller und RGB-LEDs in einem gemeinsamen Gehäuse enthalten.

Neben dem Treiben von smarten LEDs, können die Ausgänge zu 3 LEDs mit einem integrierten AD-Wandler dafür genutzt werden, um die an den Pins anliegende Spannung zu erkennen. Dadurch lassen sich auch einfache Sensoren (z. B. Näherungs-, Berührungs-, Drucksensoren) oder Einstellknöpfe einfach in die LED-Kette integrieren. Die Daten werden dann über den ISELED-Bus zurück zum Controller übertragen, so dass eine zusätzliche Verdrahtung der Sensoren entfällt.

Der INLC10AQ ist ein Mixed-Signal-Bauelement in einem 16-poligen WETQFN-Gehäuse mit Abmessungen von nur 3 mm x 3 mm x 0,9 mm. Der Betriebstemperaturbereich ist mit -40 °C bis +105 °C spezifiziert. Zudem ist das Bauelement gemäß den Testspezifikationen der Automobilindustrie AEC-Q100 qualifiziert.

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