Lotpaste vereinfacht Qualifizierung

Mit Jean-151 möchte Balver Zinn künftig die Lotpastenqualifizierung in der Herstellung elektronischer Baugruppen erleichtern.

Jean-151 bietet ein sehr gutes Auslöseverhalten aus den Aperturen der Druckschablonen (Quelle: Balver Zinn)

Da die Lotpaste in den Körnungen T3 bis hin zu T5 erhältlich ist, muss künftig bei der Qualifizierung nur noch ein Flussmittelmedium für verschiedene Pulvertypen geprüft werden. Paolo Corviseri, Head of Technical Support & Area Sales Manager, und Matthias Eymann, Technical Support Manager & Application, erklären, warum dies einen Meilenstein in der Geschichte von Balver Zinn darstellt: „Gerade hinsichtlich der heutigen hohen Anforderungen an Qualität und Zuverlässigkeit, muss die Lotpaste sehr gute Eigenschaften aufweisen und dem Elektronikfertiger eine komfortable Verarbeitung ermöglichen. Mit Jean-151 ist uns dies gelungen, da wir mit nur einem Flussmittel Typ 3 bis Typ 5 bewältigen können. Jean-151 baut auf unseren bewährten Lotpasten auf und hält weitere Vorzüge gegenüber unseren Allroundern bereit. Das wichtigste Novum ist aber, dass die Qualifizierung künftig nur noch mit einem Flussmittel erfolgt.“

In einer Langzeitstudie mit einem Lösungsanbieter im Bereich der Elektro-, Automatisierungs- und IT-Technik, wurde Jean-151 SAC305 T4 auf Herz und Nieren geprüft. Als Hersteller von Prototypen und Serien sind dem Teamleiter der Produktion insbesondere die Faktoren der Geschmeidigkeit, Standzeit, Lötperlen, Klebkraft und Haltbarkeit positiv aufgefallen.

Das Auslöseverhalten der Lotpaste Jean-151 SAC305 T4 ist bei Schablonenöffnungen der Größe 0402, bei einer variablen Druckkraft von 30 bis 75 Newton, sehr gut und es hat im Reflow-Lötprozess sowie in der Dampfphase keine Mid-Chip Solderballs gegeben. „Neun Stunden auf der Schablone sowie die Nutzung der angefangenen Lotpastendose über den Zeitraum von einem Monat haben zu keiner Veränderung der Geschmeidigkeit, der Konturenstabilität oder der Klebkraft geführt“, berichtet Smulders zufrieden.

Zudem hat sich das alkoholbasierte Flussmittel 390-RX-HT+ mit starken Wachstumszahlen im Automotivsektor zu einem Highrunner entwickelt. Das nach J-STD-004 A ORL0 klassifizierte Flussmittel hinterlässt unter Stickstoff kaum sichtbare Rückstände und bietet nach Anbieterangaben eine hohe Zuverlässigkeit. Für die E-Mobility und die damit einhergehenden Anforderungen an die Dauerfestigkeit der Lötverbindung bei Alterungsprozessen bei höheren Temperaturbelastungen bietet Balver Zinn nun die Wismut-dotierte Variante SN100CV der erfolgreichen silberfreien SN100C-Serie an.

Durch die Zugabe von 1,5 Prozent Wismut wird eine höherfeste Legierung erzielt, die im Wesentlichen von Substitutionsatomen getragen wird. Die Substitutionsverfestigung ist thermisch stabiler als die Ausscheidungsverfestigung bei silberhaltigen Loten. „Das Lot SN100CV ist somit ein günstiges Hochzuverlässigkeitslot als Alternative für hoch silberhaltige Lote für High-End-Anwendungen“, resümiert Matthias Eymann.

balverzinn.com

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