Messung ionischer Verunreinigungen auf elektronischen Baugruppen

Ionenchromatographie: Hochauflösende Messung ionischer Verunreinigungen auf elektronischen Baugruppen (Quelle: Zestron)

Die hochauflösende Analysemethode Ionenchromatographie ermöglicht eine detaillierte Bestimmung der auf Baugruppen befindlichen Anionen, Kationen und schwachen organischen Säuren nach IPC-TM-650 2.3.28A. So können kritische Substanzen, wie Bromide oder Chloride sowie deren Menge auf der Baugruppe genau bestimmt werden. Im Vergleich zu einfacheren Messmethoden, beispielsweise durch Contaminometer oder Omegameter, bei denen lediglich der Gesamtionengehalt als Äquivalent zu Natriumchlorid gebildet wird, erlaubt die Ionenchromatographie damit eine quantitative als auch qualitative Auflösung einzelner Ionen.

Mit der Methode können potenzielle Fehlerbilder wie Kriechströme, Elektrochemische Migration oder Korrosion von Kupferkontakten abgeschätzt werden. Die Ionenchromatographie eignet sich sowohl für den richtliniengerechten Reinheitsnachweis nach dem Löten als auch zur ergänzenden Oberflächenqualifikation nach der Reinigung bzw. vor nachgelagerten Be­schichtungs- oder Bondprozessen.

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