Sensor-Prototyp in die Serienfertigung überführt

Die Zollner Elektronik AG stellt für Disruptive Technologies aus Norwegen einen Sensor her, mit dem das norwegische Startup zu einer stärkeren Vernetzung im Internet der Dinge (IoT) beitragen möchte. Dazu musste das EMS-Unternehmen aus Zandt zunächst den Prototyp reproduzierbar machen. Disruptive Technologies hat einen winzigen Sensor entwickelt, der sich fast überall aufkleben lässt und das Herzstück einer Lösung ist, die das Sammeln und Auswerten von Daten erleichtert. Die Innovation kam 2019 auf den Markt.

Der Sensor lässt sich auch an schwer zugänglichen Stellen anbringen (Bild: Zollner)

Für die Übersetzung des Prototyps in ein marktreifes Produkt, das serienmäßig in großen Stückzahlen produziert werden kann, hat die Zollner Elektronik AG über zwei Jahre hinweg eine komplette maßgeschneiderte Produktionslinie eingestellt und immer wieder verbessert. Dazu hat sie bereits vorhandene und bekannte Technologien an die neuen Anforderungen angepasst sowie neuartige Technologien zum Einsatz gebracht. Die Linie ist in der Lage, elf Millionen Sensoren pro Jahr herzustellen und kann auf die angestrebte Produktion von 35 Millionen Stück ausgebaut werden.

Pippa Boothman, Vice President Marketing & Communications bei Disruptive Technologies, lobt: „Die Zollner Elektronik AG ist ein großartiger Partner für Disruptive Technologies. Mit ihrem kompromisslosen Augenmerk auf Herstellbarkeit, Reproduzierbarkeit und Qualität hat sie unsere Konzepte in eine stabile Großserienfertigung umgesetzt. Ihr Netzwerk und ihr Wissen über zuverlässige Lieferanten und Subunternehmen haben es ermöglicht, automatisierte Prozesse für die Montage und effiziente Handhabung unserer Miniaturgeräte aufzubauen.“

Bei der Produktion des Mini-Sensors musste die Zollner Elektronik AG mehrere Herausforderungen bewältigen. So ist der fest vorgegebene Bauraum für den Mini-Sensor extrem komprimiert. Auf eine sehr dünne Leiterkarte wird eine winzige Batterie aufgebracht. Die Baugruppe muss darüber hinaus vollständig gekapselt werden, um unter anderem die Norm IP68 zu erfüllen. Ziel war es, das Produkt absolut wasserfest und staubdicht zu machen sowie den industriellen Temperaturbereich von –40 bis +85 Grad Celsius abzudecken.

Die daraus resultierende Fertigungslinie verwendet Techniken wie Drahtbonden, Laserschneiden, Vakuumformen, Harzgießen und massive Robotisierung. Die Kombination dieser Techniken auf innovative Weise hat zu einem sehr kosteneffizienten und qualitativ hochwertigen Herstellungsprozess geführt.

Bernhard Kiefl, Leiter des zuständigen Geschäftsbereichs bei der Zollner Elektronik AG, sagt: „Es war eine gewaltige Aufgabe, die Anforderungen des Kunden in eine Produktionsanlage für die High-Volume-Fertigung zu übersetzen. Wir haben zahlreiche neue Technologien in die Produktlinie integriert, damit wir das gewünschte Ergebnis erzielen konnten. Viel vorhandenes Know-how ist in die Anlage geflossen, während wir gleichzeitig neues aufgebaut haben.“

zollner.de

Contact Us

We're not around right now. But you can send us an email and we'll get back to you, asap.

Start typing and press Enter to search