Lasermarkieren – kennzeichnend einfach, günstig und schnell

Lasermarkiersysteme beschriften mit hoher Qualität vielfältige Materialien und Objektformen und werden in der globalen Wirtschaftswelt immer wichtiger. „Die Anzahl der nachgefragten Laserbeschrifter hat sich in den letzten fünf Jahren rund um den Globus mehr als verdoppelt“, bestätigt Dr. Arnold Mayer von Optech Consulting. Ihm zufolge werde die Nachfrage durch einen zunehmenden Bedarf an flexiblen Beschriftungssystemen für die Rückverfolgbarkeit von Produkten sowie für Designzwecke vorangetrieben, und zwar im Zusammenspiel mit immer kostengünstigeren Lasergeräten. Das wird auch die kommende LASYS 2016 widerspiegeln, die vom 31. Mai bis 2. Juni 2016 auf dem Stuttgarter Messegelände stattfindet. Die internationale Fachmesse ist speziell auf Laser-Materialbearbeitung zugeschnitten und präsentiert die neuesten Laser-Fertigungssysteme, laserspezifischen Komponenten sowie Subsysteme, ob für Laserschneiden, -schweißen, bohren, -auftragsschweißen, -abtragen, -härten, trimmen, polieren oder -markieren.

Eine der ersten Laseranwendungen unter den heutigen Applikationen war das Markieren. Lasermarkiersysteme haben sich in der Fertigungsindustrie mittlerweile gut etabliert. Sie kennzeichnen Produkte mit Codes, Seriennummern, Logos, Grafiken und vielem mehr in unterschiedlichen Größen – von mikro bis makro und in hoher Geschwindigkeit.

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Lasersysteme vom LASYS-Aussteller Acsys (Quelle: Messe Stuttgart)

Vorteile gegenüber herkömmlichen Beschriftungsverfahren
Im Vergleich zu herkömmlichen Beschriftungsmethoden kann Markieren mit dem Laser enorme Vorteile vorweisen. „Der Laser ist in der Lage, auf unterschiedlichsten Materialien lesbare Codes in einem Arbeitsgang zu erstellen“, betont Thilo von Grafenstein, Marketingleiter beim LASYS-Aussteller Acsys Lasertechnik. Laser markieren schnell, dauerhaft und oberflächenschonend. „Und es werden keine Verbrauchsmaterialien benötigt, wie etwa beim Tampondruck oder bei Inkjets“, argumentiert Natalie Eichner, Marketingspezialistin beim LASYS-Aussteller Trotec. Sie erklärt weiter: „Die relativ niedrigen Investitionskosten und stark gesunkenen Betriebskosten durch geringe Leistungsaufnahme, Luftkühlung und das Vermeiden von Verschleißteilen machen Laserbeschriftungsanlagen wirtschaftlich.“ Von Grafenstein kann das nur bestätigen und nennt ein Beispiel: „Der Energieverbrauch moderner Faserlasersysteme liegt nur unwesentlich höher als bei leistungsfähigen Desktop-Rechnern. Komplette Lasersysteme mit drei oder mehr Verfahrachsen kommen in der Regel  mit einem normalen 230V-Anschluss und handelsüblichen 16A-Absicherungen zurecht. Ein weiterer Vorteil unserer Lasersysteme ist die enorme Zeitersparnis während des Einrichtens durch unser kameragestütztes Vorschausystem LAS – Live Adjust System. So liegt die Zeitersparnis einer 3D-Lasergravur gegenüber dem Senkerodieren bei rund 80 Prozent.“

Produktnachverfolgbarkeit – wichtig für globale Wirtschaft
Bei zunehmender Stückzahl, gleichzeitiger Individualisierung der Produkte sowie Globalisierung der Geschäfte nimmt das Lasermarkieren eine bedeutende Rolle ein. In Bereichen wie der Pharmaindustrie und der Medizintechnik ist Produktnachverfolgbarkeit „Traceability“ Pflicht, andere Bereiche hingegen markieren aus Qualitätsgründen. Zum Beispiel für die Industrie der Konsumentenelektronik oder den Automobilbau wird Produktnachverfolgbarkeit als Teil der Qualitätssicherung immer bedeutsamer. Etwa bei Rückrufaktionen in der Automobilindustrie ist es wichtig, anhand der Kennzeichnung schnell identifizieren zu können, wo die Fahrzeugteile herstammen und welche technischen Ausführungen sie besitzen. Das spart Zeit und damit Geld. Traceability ist somit ein wesentlicher Treiber des Lasermarkiermarktes.

Herausforderungen meistern
Herausforderungen für heutige Lasermarkieranlagen sieht von Grafenstein zum einen in der Beschriftungsqualität und maschinellen Lesbarkeit. Das heißt etwa, QR-Codes müssen für eine Maschine lesbar auf reflektierenden Materialien wie Metallen aufgebracht werden können. Dazu bearbeitet der Laser hier zunächst den Untergrund und mattiert mit einem speziellen Verfahren die Oberfläche. Anschließend schreibt er den Code auf diese gefrostete Oberfläche. Dieses Verfahren wird in verschiedensten Branchen angewendet, sei es in der Medizinindustrie bei Instrumenten aus Titan, in der Werkzeugindustrie etwa bei Sägeblättern oder in der Automobilindustrie bei unterschiedlichsten Bauteilen der Zulieferindustrie. Zum anderen sei „Marking on the Fly“, also das Markieren von Bauteilen während des Transports auf einem Fließband, keine leichte Aufgabe, da sich die Bewegung des zu markierenden Objekts und die des Laserstrahls überlagern. Hier ist eine exakte Abstimmung erforderlich, damit die Schrift nicht verzerrt aufgebracht wird. Auch in der Anbindung firmeninterner Datenbanken liegt laut von Grafenstein noch eine Herausforderung. „Die Software von Acsys muss in der Lage sein“, erklärt der Laserexperte, „automatisiert Aufträge entgegenzunehmen und eventuell auch zu bearbeiten.“

Doch es gibt noch weitere Anforderungen, die heutige Laserbeschriftungssysteme meistern müssen: „Das Bearbeiten von Kunststoffen kann eine Herausforderung sein, da diese sehr unterschiedlich auf den Laserstrahl reagieren und daher immer vorab bemustert werden müssen“, so Eichner. Auch das Beschriften von unebenen Oberflächen sowie das präzise Positionieren von Bauteilen sei nicht immer leicht. „Doch ganz wichtig ist, dass die Anlage einfach zu programmieren und zu bedienen ist“, meint Eichner. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, sind die Systeme von Trotec beispielsweise durch ein eingebautes Kamerasystem den Bediener beim Positionieren der Beschriftung unterstützen und somit eine exakte Markierung auch bei kleinsten Bauteilen ermöglichen.

LASYS-Aussteller decken Bedürfnisse des Marktes
Auf der LASYS 2016 haben die Besucher die Gelegenheit, sich ausgiebig über ihre Problemstellungen mit erfahrenen Laserexperten zu unterhalten, neue Ideen und Lösungswege zu finden. So erschließen sich beispielsweise neue Möglichkeiten mit dem Laser sowie neue Anwendungsfelder im Nanometerbearbeitungsbereich: „Der Laser ist in der Lage, zum Beispiel Metall so fein zu gravieren, dass die Lichtwellenlängen in der gravierten Struktur gebrochen reflektiert werden. Je nach Einfallswinkel des Lichts wird eine andere Farbe widergegeben“, erklärt von Grafenstein. Das könnte interessant für Designer in der Münzindustrie oder der Schmuck- und Uhrenindustrie werden.

Die Aussteller der LASYS erfüllen mit ihren innovativen Lasersystemen die Bedürfnisse des Fertigungsmarktes. Dazu gehören „verbessertes und optimiertes Bedienen der Laseranlagen, vollautomatisierte Beschriftungsprozesse, präzises Positionieren oder Markieren an Freiformflächen“, zählt Eichner auf. Zudem werde nach von Grafenstein eine hohe Flexibilität der Laseranlagen gefordert. Modularität und eine einfache Nachrüstbarkeit von weiteren Funktionalitäten stehen hierbei im Vordergrund. Der Acsys-Marketingleiter resümiert: „Moderne Lasersysteme müssen in der Lage sein, mit dem Unternehmen zu wachsen und sich entsprechend den neuen Herausforderungen anzupassen.“ Auch die die internationale Hightech-Messe LASYS passt sich den Marktgegebenheiten an und legt mit ihrem einzigartigen Konzept besonderen Wert auf die anwendernahe, hersteller- und materialübergreifende Präsentation etablierter sowie innovativer Lasertechnik zur Materialbearbeitung. Ein umfassendes hochkarätiges Rahmenprogramm wie etwa die Stuttgarter Lasertage (SLT), das Fachforum „Lasers in Action“, der Short Course „Basiswissen Laser und Laser-Materialbearbeitung“ geben zudem den Besuchern die Gelegenheit, ihr Laserwissen auf den neuesten Stand zu bringen und sich weiterzubilden.

 

Über die LASYS

Die LASYS fokussiert sich als einzige internationale Fachmesse konsequent auf Systemlösungen für die Laser-Materialbearbeitung. Seit dem Messestart im Jahr 2008 hat sie sich erfolgreich als Anwenderplattform für neueste Lasersysteme, -anlagen, und -verfahren etabliert. Branchen- und materialübergreifend spricht die LASYS insbesondere Entscheidungsträger aus der internationalen Industrie an. Im Mittelpunkt stehen dabei alle bewährten, aber auch innovative Fertigungsverfahren, Applikationen und Einsatzmöglichkeiten des Lasers in der industriellen Fertigung.
Zeitgleich zur LASYS 2016 finden auf dem Stuttgarter Messegelände weitere Fachmessen statt, die Synergien für die Besucher bereithalten: die Automotive-Shows mit der Automotive Testing Expo Europe, die Engine Expo, die Automotive Interiors Expo, die Global Automotive Components and Suppliers Expo und das Autonomous Vehicle Test & Development Symposium sowie die O&S, internationale Fachmesse für Oberflächen und Schichten, und die parts2clean, internationale Leitmesse für industrielle Teile- und Oberflächenreinigung. Ideeller Träger der LASYS ist der VDMA.

Die LASYS findet vom 31. Mai bis 02. Juni 2016 auf dem Stuttgarter Messegelände statt. Weitere Informationen unter www.lasys-messe.de.

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